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Tausende Kilometer Abenteuer durch Patagonien

Ein Reisebericht von Jessica und Sandra

Der Punta Bariloche mit Eisberg im Lago Grey, Torres-del-Paine-Nationalpark
Der Punta Bariloche mit Eisberg im Lago Grey, Torres-del-Paine-Nationalpark

Karge Steppe, grüner Regenwald, schneebedeckte Andengipfel , schlummernde Vulkane, imposante Gletscher, tiefblaue Seen und mysteriöse Fjorde.
Das alles und noch viel mehr hat Patagonien entlang der Anden auf chilenischer und argentinischer Seite zu bieten. Ein Muss für Naturliebhaber und Abenteurer.
Auf unserer mehrwöchigen Mietwagentour von Punta Arenas nach Santiago de Chile konnten wir all das mit eigenen Augen sehen und durften die pure Schönheit der Landschaft selbst erleben.

Unsere Reise begann in Punta Arenas, der Stadt an der Magellanstraße, und führte uns während der ersten Tage durch das Fischerdörfchen Puerto Natales direkt in einen der berühmtesten Nationalparks in Südamerika – den Torres del Paine.
Nicht nur die bekannte Silhouette der Cuernos del Paine, dem Bergmassiv, nach dessen Namen der Park benannt ist, sondern auch Seen in azurblauer Farbe, begrüßten uns, während wir in der Abenddämmerung unsere Unterkunft im Park aufsuchten.
Ein idealer Ort – egal ob Sie wandern, den Park mit dem Auto erkunden, eine Bootstour auf einem der Seen unternehmen oder die Seele bei einem guten Buch und einem köstlichen Schluck Rotwein mit traumhaftem Ausblick baumeln lassen möchten.

Perito-Moreno-Gletscher, Los-Glaciares-Nationalpark
Perito-Moreno-Gletscher, Los-Glaciares-Nationalpark

Nach einigen beeindruckenden Tagen in Chile überquerten wir die Grenze nach Argentinien und machten uns auf in Richtung El Calafate. Dort erwartete uns ein touristisches, süßes Städtchen mit einer in der Nähe gelegenen, weltbekannten Sehenswürdigkeit: dem Perito-Moreno-Gletscher. Hier kann man von geringster Entfernung das „Kalben“ eines noch wachsenden Gletschers in den Lago Argentino bestaunen. Dem eisblauen Riesen ist eine Halbinsel vorgelagert, auf welcher Stege zu verschiedenen Aussichtsplattformen führen. Immer wieder brechen Stücke des Gletschers ab und verursachen Geräusche, die einem Kanonenschuss gleichkommen. Ein unvergleichliches Naturschauspiel, welches Sie sich nicht entgehen lassen dürfen.

Laguna de los Tres, El Chaltén
Laguna de los Tres, El Chaltén

Das nächste Highlight wartete nur ca. 230 Kilometer weiter nördlich auf uns. Wir fuhren zu einer der beliebtesten Wander- und Bergsteigerdestinationen in Patagonien, den im nördlichen Teil des Nationalpark Los Glaciares gelegenen Bergmassiven Cerro Fitz Roy und Cerro Torre. Von der nächstgelegenen Ortschaft El Chaltén können Sie Wandertouren zwischen drei und acht Stunden sowie einige Bootstouren beginnen. Wir entschlossen uns für den Aufstieg zur „Laguna de los Tres“. Oben angekommen belohnt dieser wunderschöne Ausblick auf die Lagune vor dem Cerro Fitz Roy für die anstrengende Wanderung.

Paso Roballos, Argentinien
Paso Roballos, Argentinien

Da in der Andenregion Patagoniens ein landschaftliches Highlight dem nächsten folgt, erlebten wir wenige Tage nach unserer Wanderung eine der schönsten Fahrtstrecken unserer Reise. Wir fuhren inmitten der Berge auf dem Paso Roballos von Argentinien zurück nach Chile. Eine der vielen Vorteile, die eine Selbstfahrertour durch Chile und Argentinien mit sich bringt, ist sicherlich die Flexibilität, immer dort Halt zu machen, wo man möchte. An diesem Tag blieben wir gefühlt alle paar Minuten für Fotostops stehen.
Die Fahrt über den Pass erinnerte ein wenig an den Nordwesten Argentiniens – Andenhochland – obwohl er auf nur ca. 650 m ü. NN liegt.
Hunderte von Guanakos auf den Weiden, von denen immer mal wieder eines den Weg mitten auf die Straße fand, forderten langsames fahren. Bei solch einem Panorama genossen wir aber dankbar jeden Meter der Strecke.

Carretera Austral
Carretera Austral
Morgendämmerung an einem Fjord nahe der Carretera Austral
Morgendämmerung an einem Fjord nahe der Carretera Austral

Ein nächster Reiseabschnitt begann für uns mit der Ankunft auf Chiles „Abenteuerstraße“, der Carretera Austral (Ruta 7). Diese erstreckt sich über rund 1.300 Kilometer von Villa O'Higgins im Süden nach Puerto Montt im Norden und ist noch größtenteils ungeteert und geprägt von grobem Schotter, Schlaglöchern und Wellblech, was aber mit einem geländegängigen Fahrzeug kein Problem darstellt.
Durch verwunschenen, patagonischen Regenwald mit Pflanzenblättern so groß wie Regenschirme, vorbei an Gletschern und zahllosen Wasserfällen und mit der Fähre durch pazifische Fjorde, eine Reise durch einen noch größtenteils ursprünglichen Teil Chiles.

Wir ließen die Carretera Austral nach ungefähr zwei Wochen hinter uns und waren fortwährend von der landschaftlichen Vielfalt Chiles beeindruckt. Wo vor einigen Tagen noch dichter, patagonischer Regenwald war, begrüßten uns nun weite Wald- und Wiesenlandschaften, schneebedeckte Vulkangipfel und unzählige Gebirgsseen. Wir waren nun in der Seenregion angelangt, die nicht nur landschaftlich, sondern auch klimatisch sehr dem Alpenpanorama der Schweiz gleicht.

Conguillío-Nationalpark: Laguna Verde und Vulkan Llaima
Conguillío-Nationalpark: Laguna Verde und Vulkan Llaima
Araukarien-Bäume auf dem Weg zum Conguillío-Nationalpark
Araukarien-Bäume auf dem Weg zum Conguillío-Nationalpark

Im nördlichen Teil der chilenischen Schweiz befindet sich die Región de la Araucanía, diese ist nach den dort beheimateten Araukarien-Bäumen benannt. Einen ganz besonderen Tag unserer Reise stellte die Fahrt durch den Conguillío-Nationalpark dar, welcher sich in eben dieser Region befindet. Die Strecke durch den Park führt einmal rund um den Llaima-Vulkan, einen der aktivsten Vulkane Chiles. Wohin man auch blickt, sieht man Vulkangestein und vom Ausbruch vernichtete Baumstümpfe. Nur langsam bahnt sich die Natur Ihren Weg zurück in die feindliche Gegend. Das Gras beginnt erneut zu wachsen und weiße Blümchen fangen an zu blühen. Die Zeit an diesem Fleckchen Erde scheint stillzustehen, es liegt in vollkommener Ruhe, eine ganz besondere Atmosphäre und definitiv einen Besuch wert!

Streetart im Stadtteil Cerro Alegre, Valparaíso
Streetart im Stadtteil Cerro Alegre, Valparaíso

Die letzten Tage unserer Reise verbrachten wir in der Hafenstadt Valparaíso, welche ca. 100 Kilometer nordwestlich von Santiago de Chile liegt.
Vor der Eröffnung des Panamakanals 1914 war Valparaísos Hafen einer der bedeutendsten Häfen der Westküste Amerikas. Heute ist die Stadt vor allem durch ihren künstlerischen Charakter bekannt und Inhalt zahlreicher literarischer, musikalischer und künstlerischer Interpretationen.
Bei der Besichtigung der oberen und unteren Stadtviertel, die alle durch historische Schrägaufzüge verbunden sind, wird der Charme der Stadt besonders deutlich. Kaum ein Gebäude ohne Streetart, kaum eine Gasse, in der man nicht von wohlklingender Straßenmusik zum Träumen verleitet wird. Ein wundervoller Ort, um eine erlebnisreiche Reise ausklingen zu lassen.

Dies waren nur einige Highlights während unserer Mietwagenreise. Erlebt haben wir noch viele mehr, die jedoch den Rahmen des Reiseberichts sprengen würden.
Gerne beraten wir Sie und geben Ihnen weitere hilfreiche Tips und Hinweise, sollten Sie eine Reise in Chile und Argentinien planen.




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